STRIKING SOUND ART

Eine akustische Spurensuche.

Stimmen, Geschichten, Alltagsgeräusche Klänge, Musik anderer und Umgebungsaufnahmen treffen aufeinander, werden verfremdet, neu gemischt und in überraschende Zusammenhänge gebracht. So entstehen Sound-Installationen und Performances zwischen Mensch und Maschine, Erinnerung und Gegenwart – offen für Zufall und Entdeckungen.

Kostet nix – unterstützt ausgefallene Kunst und Musik


PROGRAMM

Sound-Installation
TEZGAH – sonic kilims
Saba Arat

SA / 15–20 h
Alte Feuerwache Köln (Halle),
Melchiorstr. 3, Köln
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Sound-Performance
TEZGAH – sonic kilims

SO / 17 h
Alte Feuerwache Köln (Halle),
Melchiorstr. 3, Köln
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Sound-Installation
OSCILLAZIONI
Hanno Leichtmann

FR / 19 h (Eröffnung)
SA / 15–19 h
SO / 15–17 h

o-ton,
Kyllstr. 7a, Köln
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Sound-Installation
TRYING TO COUNT
Hye Young Sin


FR / 19 h (Eröffnung)
SA / 15–19 h
SO / 15–17 h

Fuhrwerkswaage,
Bergstr. 79,
Köln-Sürth
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ARTISTS


Saba Arat

Sound-Installation
TEZGAH – sonic kilims
Sound: Saba Arat & Tarxun
Video: Karlo Sono

Die jüngste Sound-Installation von Saba Arat ist ein Klangkunstwerk aus bearbeiteten, verfremdeten, fragmentierten Stimmen, Klängen und Musiken von Gastarbeiter:innen. Eine kunstvolle, abstraktere Komposition aus gefundenen Tonbandaufnahmen. Musik- und Tonschnipsel die liebevoll gesampelt zu einem Klangteppich verwoben werden. Die sonic kilims sind interaktive Instrumente, die durch Druckpunkte vom Publikum aktiviert werden, ohne Schuhe zu begehen, kann auch auf ihnen getanzt werden, je mehr sich daran beteiligen, umso vielstimmiger wird die Installation.

Saba Arat ist eine in Berlin lebende, türkischstämmige Performerin, Instrumentenerfinderin und Webkünstlerin. In ihrer künstlerischen Arbeit verbindet sie traditionelles Handwerk mit digitalen Technologien und verwandelt handgewebte Kelims in interaktive Klang- und Erlebnisräume, integriert leitfähige Materialien sowie selbst entwickelte Sensoren in ihre Gewebe.

Saba Arat ist eine in Berlin lebende, türkischstämmige Performerin, Instrumentenerfinderin und Webkünstlerin.

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www.sabaarat.com


TEZGAH – sonic kilims

Sound-Performance
Saba Arat: Sonic Textilien Weberin, Instrumentenbauerin, Performerin
Karlo Sono: Live Audio Processing
Tarxun: Synthesizer

Tezgah ist eine Live-Performance, in deren Mittelpunkt ein 40 Jahre alter Webstuhl steht, der einst der langjährigen Webmeisterin Hatice aus Ortahisar in der Türkei gehörte. Dieser von ihrem Großvater gebaute Webstuhl ist heute teilweise kaputt, stark abgenutzt und trägt einen unvollendeten, handgewebten Kelim-Teppich. Anstatt das Textil fertigzustellen, wurde der Webstuhl von Saba Arat und Karlo Sono in ein spielbares Instrument verwandelt, begleitet von immersiven Klängen von Tarxun. Saba webt während jeder Performance weiter an dem Kelim. Der auf dem Webstuhl gespannte, halb gewebte Kelim enthält leitfähige Berührungspunkte und mehrere Mikrofone. Saba webt, berührt, schlägt auf das Textil ein und aktiviert es in Echtzeit, während Karlo Sono und Tarxun die entstehenden Signale und das Klangmaterial live abmischen und bearbeiten.

Saba Arat ist eine in Berlin lebende, türkischstämmige Performerin, Instrumentenerfinderin und Webkünstlerin.

Karlo Sono ist ein in Berlin lebender Musiker, Programmierer und Instrumentenbauer an der Schnittstelle von Medienkunst, elektronischer Musik und experimenteller Klangsynthese.

Tarxun ist ein multidisziplinär forschender Künstler, der sich an den Schnittstellen von Musik, Klang, Video und bildender Kunst bewegt.

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www.sabaarat.come


Hanno Leichtmann

Sound-Installation
OSCILLAZIONI

Eine Klanginstallation aus Aufnahmen von Christina Kubischs Mailänder Compact-Cassetten-Archiv (1974–1987): Naturgeräusche, Vogelgesänge, Instrumentalklänge und elektronische Sounds bilden das Ausgangsmaterial für Hanno Leichtmanns neue Komposition. Mit Granularloopern, Samplern und analoger wie digitaler Klangbearbeitung transformiert er die Originalaufnahmen in einen 80-minütigen Loop, der als Vierkanal-Audioinstallation räumlich erfahrbar wird. Jeder der vier Monokanäle vermittelt dabei eigene Klanginformationen. Die auf den Kassetten dokumentierte „Mailänder Phase“1974 – 1987 besteht hauptsächlich aus Material für ortsbezogene Installationen von Kubisch. – Fruchtbare Arbeitsbeziehungen entstehen oft aus den seltsamsten Zufällen. Das war sicherlich der Fall, als Hanno Leichtmann mit Christina Kubisch in Kontakt kam, einer der seit den 1970er Jahren angesehensten Installationskünstlerinnen im Bereich der Klangkunst. Das Ergebnis dieser Begegnung ist „Oscillazioni“ – eine Klanginstallation von Leichtmann, die auf einem Archiv von Kompaktkassetten von Kubisch basiert. Im Jahr 1984 wurden Aufnahmen aus diesem Archiv erstmals in einer von Georg Dietzler kuratierten Installation von Christina Kubisch ON AIR in Münster präsentiert, in dem damaligen off-Raum Lagerhalle Scharnhorststraße, Münster im Rahmen des Sound Art Festivals: Klanginstallationen und -performance im Stadtraum.

Hanno Leichtmann geboren 1970 in Temeschburg, Rumänien, lebt seit 1981 in Deutschland und seit 1994 in Berlin. Im Jahr 1995 gründete er das Trio „Ich Schwitze Nie“ mit Nicholas Bussmann und Lars Rudolph sowie das Live-Techno Duo Paloma mit Hannes Strobl, das 1997 mit den Einstürzenden Neubauten auf Deutschlandtour ging. Für Sascha Waltz & Guests schrieb er für das Tanzstück „Allee der Kosmonauten“ die Bühnenmusik, für „African Twin Towers“ von Christoph Schlingensief den Soundtrack. Hanno Leichtmann ist Produzent elektronischer Musik, Soundartist und Kurator konzeptueller Festivals für elektronische / elektroakustische Musik. Leichtmann arbeitet seit 2013 mit Tonarchiven.



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www.hannoleichtmann.com

www.taz.de


Hye Young Sin

Sound-Installation
TRYING TO COUNT

In ihrer minimalistischen Installation Trying to Count macht Sin aus einer einfachen Aufgabe ein Klangexperiment. Im Dialog mit dem KI-Assistenten Lyra entstehen Fehler, Verzögerungen und unerwartete Reaktionen. Sin greift diese auf und macht sie zum Teil ihrer künstlerischen Arbeit. Das Hörstück zeigt, wie Mensch und Maschine miteinander interagieren, sich gegenseitig beeinflussen und dabei an ihre Grenzen stoßen. Dabei versteht Sin die KI nicht nur als Werkzeug, sondern als eine Art Kooperationspartner mit einem eigenen Rhythmus und eigenen Grenzen. In ihrer künstlerischen Praxis geht Sin von alltäglichen Beobachtungen und einfachen Experimenten aus. Mit Neugier bewegt sie sich zwischen Klang und Bild und entdeckt darin neue Möglichkeiten, die Welt wahrzunehmen.

Hye Young Sin hat an der Kunsthochschule für Medien Köln studiert. Sie lebt in Berlin.


hyeyoungsin.info