Julia Bünnagel
Saba Arat / Karlo Sono / Tarxum
showcase gerngesehen@meakusma
3.–6. SEPT 2026
EUPEN (BE)
Julia Bünnagel
ALL HUMANS LOVE
EUPEN (BE)
IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst, Rotenberg 12/B
SOUND-INSTALLATION
3.–5. SEPT 2026 | 13 – 20 h
6. SEPT 2026 | 13 – 18 h
Lautsprecher, Mediaplayer. 13 LP’s, Holzleisten, Sitzkissen, Matten
Loop: 14:26 Minuten
Ausgangsmaterial für die Soundinstallation ALL HUMANS LOVE sind Schallplatten mit Liebesliedern. Die Vinyloberflächen sind modifiziert, die Plattenspieler werden zu Instrumenten: Musik wird geloopt, zerlegt, gedehnt und fragmentiert, bis aus vertrauten Melodien etwas Fremdes entsteht. Die großen Versprechen der Popmusik – ewige Liebe, Hingabe, Verlangen – geraten dabei ins Wanken. Vocals und Textzeilen verlieren ihren ursprünglichen Zusammenhang, kippen ins Absurde oder verdichten sich zu einem bedrohlich grollenden Rauschen. Was eben noch romantisch klang, wird plötzlich unheimlich.
Zwischen Wiederholung und Zerstörung, Kitsch und Noise, Intimität und Entfremdung untersucht ALL HUMANS LOVE, wie viel von der Idee der Liebe in ihren immergleichen musikalischen Formen steckt.Und irgendwo dazwischen säuselt Elvis: “I’m only human, but I’m willing to learn.”
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SOUNDPERFORMANCE
5. SEPT 2026 | 19 h
Dauer: 40 Minuten
Die von Julia Bünnagel bemalten Schallplatten tragen jeweils einen Buchstaben. Werden sie nacheinander auf den Plattenteller gelegt, entsteht ALL HUMANS LOVE – eine Typografie, die nicht nur sichtbar wird, sondern den Sound selbst strukturiert. In ihrer neuen Turntablism-Soundperformance verwandelt Bünnagel modifizierte Vinylplatten mit Liebesliedern in Material für wilde Noise-Tracks. Sie scratcht, loopt, mixt und zerlegt die vertrauten Sounds. Die Schwüre ewiger Liebe, romantische Klischees und eingeschriebene Geschlechterbilder geraten dabei gehörig durcheinander: Stimmen werden zu Fragmenten, Liebeserklärungen zu Geräusch, Pop zu Noise und Beats zu etwas Dreckigem und Unberechenbarem.
Zwischen Musik und Lärm, Kitsch und Aggression bleibt eine einfache Behauptung bestehen: ALL HUMANS LOVE.
Julia Bünnagel ist Bildhauerin, Klangperformerin und Installationskünstlerin. Ihre Arbeit beschreibt sie als KlangBildHauerei, dazu gehören Klanginstallationen, Skulpturen und Schriftbilder.
www.juliabuennagel.de/en
Saba Arat
YÖRÜK
EUPEN (BE)
Atelier Kunst und Bühne | Kirchstr 17
SOUND-INSTALLATION
4.–5. SEPT 2026 | 14 – 20 h
6. SEPT 2026 | 12 – 16 h
Audio-Kilim Installation
Die extra für Audio-Kelims und Webstühle beauftragte Sound Art Installation findet im Atelier Kunst und Bühne in Eupen statt. Die von Saba Arat handgewebten Kelims aus wiederverwendeter Wolle sind mit leitfähigen Fasern durchzogen. Berührung, Bewegung und Druck werden über Sensoren in elektronische Signale übersetzt – der Teppich wird zum Instrument, der Webstuhl zur Schnittstelle zwischen Handwerk, Körper und Klang.
Saba Arat ist eine in Berlin lebende, türkischstämmige Performerin, Instrumentenerfinderin und Webkünstlerin. www.sabaarat.com/
Saba Arat / Karlo Sono / Tarxum
EUPEN (BE)
Atelier Kunst und Bühne | Kirchstr 17
PERFORMANCE in der Installation
5. SEPT 2026 | 15 & 16:30 h
In der Performance treffen drei unterschiedliche künstlerische Praktiken aufeinander: Saba Arat, Karlo Sono und tarxun verbinden Webkunst, selbst entwickelte Instrumente, Programmierung, elektronische Musik und experimentelle Klang- und Medienkunst zu einer gemeinsamen klanglichen Erkundung.
Karlo Sono ist ein in Berlin lebender Musiker, Programmierer und Instrumentenbauer an der Schnittstelle von Medienkunst, elektronischer Musik und experimenteller Klangsynthese.
tarxun ist ein multidisziplinär forschender Künstler, der sich an den Schnittstellen von Musik, Klang, Video und bildender Kunst bewegt.
tarxun.net/about
linktr.ee/tarxun


striking sound art ist eine Reihe von Sound-Art-Installationen und Performances, die in Eupen als showcase gerngesehen@Meakusma Festival startet.
Alle Projekte verbindet ein gemeinsamer Ausgangspunkt: Die Klangkünstler:innen beziehen Stimmen, Geschichten, Klänge, Musik und Umgebungsaufnahmen anderer ein. Aus diesen vielfältigen Quellen entstehen Sound-Art-Installationen und Performances, die von sozialen, politischen, historischen, natürlichen und technologischen Einflüssen geprägt sind. Im Zentrum steht das Verhältnis von Mensch und Technik: Gerät und Klang, Übertragung und Erzählung, KI und Mensch. Klang wird erzeugt, aufgenommen, verändert, übertragen und in neue Zusammenhänge gebracht. Dabei entstehen Installationen und Performances, die Raum für das Unvorhersehbare, Zufällige und Unbeabsichtigte öffnen.
Im Herbst folgen weitere Installationen, Termine und Orte werden noch bekannt gegeben.
gefördert von der Kunststiftung NRW
