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XXL: Rinus van Alebeek/Jeff Surak

25. Januar 2012 / Mi / 20 h
Opekta-Ateliers, Xantener Str 99H, 3. Etage, Köln

XXL: Musik-Performances aus dem Umfeld der Hamburger Kunstakademie und music concrete international mit Rinus van Alebeek/Berlin und Violet/Jeff Surak/Washington DC

Nach den Präsentationen an der KHM bei Julia Scheer, abends in die Opekta-Ateliers

1. sunglasses at night  (ca 20 Min)
Duo FKKWolf & SKEWolf /Hamburg
experimentell, elektronisch im Bereich Noise-Improvisation / Death-Industrial, mit Free-Jazzelementen, die Instrumente Keyboard, Effektgeräte, Verstärker, Walkman.
(FKKWolf & SKEWolf  sind M. Tedjasukmana und Stefanie Katja Ernst)

2. TINTIN PATRONE’s
Krach Kisten Orchester (30-40 min)
Intuitive Musik  als Klang-Performance irgendwo zwischen Polka, Noise, Elektro und Punk. Tintin Patrone bewegt sich zwischen den Metiers des Krachmachers, des Instrumentenbauers und des Performancekünstlers. Gespielt wird zu Siebt, das Ensemble: Tintin Patrone, Legoluft, Michael Steinhauser, Sohyun Jung, Captain Skuff, Carl-John Hoffmann, Christian Lembrecht – nicht immer haben alle Zeit, daher sind auch mal andere Spieler dabei.

Pause

3. stärker als geflüster, leiser als ein schrei (ca. 50 min)
Rinus van Alebeek/Berlin  und  Violet /Jeff Surak/Washington DC
Elektro-akustische musique concrete mit Kassetten-Musik, Elektronik und field recordings. Experimentelle Klangkunst, zwischen Geräusch und reiner Poesie.

Zu den Künstlern:
FKKWolf & SKEWolf: Stefanie Katja Ernst (*1979) studiert als Meisterschülerin Bildende Kunst / Film an der Kunstakademie Hamburg in der Klasse , als DJ legt sie auf. FKKWolf Matthias Tedjasukmana (*1976) lebt und arbeitet in Hamburg als Maler und Musiker. In der Bildenden Kunst und in der Musik arbeiten beide seit ca. 2004 verstärkt zusammen. FKKWolf & SKEWolf sind als solo Projekte seit 1996 unterwegs spielen aber auch in anderen Gruppen wie „NEUHAUSEN“ oder „SEX & SPORT“ oder „destroyer“ als Keyboarder, Percussionisten, E-Gitarristen, Violinisten, Tapemusik.
SKEWOLF: www.myspace.com/skewolve
FKK WOLF: www.myspace.com/417459201

TINTIN PATRONE’s Krach Kisten Orchester
In seinen live Impro-Session-Performances produziert das 7-köpfige Orchester analogen Krach aus Kisten Marke Eigenbau. Gründerin der Band und Macherin der Instrumente ist die Hamburger Sound- und Performance Künstlerin Tintin Patrone, die auch bei Asmus Tietchens studierte.
Ihre selbstgebauten elektro-akustischen Instrumente funktionieren gleichermaßen als Objekt und Teil intuitiver Performances, die oft unter Mithilfe zusätzlich Musiker entstehen.
Die Arbeiten beschäftigen sich mit den verschiedenen Gesten des Musizierens, der Funktion des Musikers und dessen Beziehung zum eigenen Instrument. Große Knöpfe und Tasten sind oft Merkmale ihrer Objekte, welche zu brachialen Gesten wie Schlagen und Treten herausfordern. Der „geniale Dilletant“ ( Wolfgang Müller ) steht im Vordergrund ihrer Arbeit. Die vom Krach Kisten Orchester gespielte ZTT-Serie wird, so wie es Amateure auf dem Klavier tun, fast ausschließlich mit den Zeigefingern gespielt.
www.tintinpatrone.com

Rinus van Alebeek (geboren 1956 in Holland, lebt in Berlin) ist ein “tape musician” und Performer, Gründer des <das kleine field recordings festival> 2006 in Berlin. Sein Zugang zur musikalischen Improvisation ist radikal. Sehr oft benutzt er für seine Performances jene Klänge als Quelle, die er auf seinen unzähligen Reisen aufgenommen hat. Rinus van Alebeek ist ein eigentümlicher Beobachter von Realität und ein Künstler, der instinktiv “lo-fi” Tonbandaufzeichnungen in sinnträchtige Klang-Gedichte umgestaltet. Er hat die Befähigung aus diesen gebrauchten Medien ein größeres Ganzes zu formen, angelehnt an musique concrete. Er gestaltet eine spezifische Technologie (das Magnetband und die Aufzeichnungsvorrichtung) in eine „Poiesis“, eine Transzendenz um.
rinusvanalebeek.wordpress.com/biography/
www.zeromoon.com/artists/rinus-van-alebeek/

Violet (Jeff Surak) aus Washington DC arbeitet mit unkonventionellen Klangerzeugern: Trockeneis, alten Plattenspielern, beschädigten CDs, Autoharp, Zither, Micro-Tonbändern und anderen elektronischen Geräten. Mit seinen frühen Aufnahmen unter dem Namen 1348 etablierte er sich früh in der internationalen ‚tapemusic’ Untergrundszene der 80er, spielte aber auch in der Industrial Band New Carrollton. Die 90er verbrachte er überwiegend in Russland, gründet Sovmestnoye Predpriyatiye für experimentelle ortspezifische Musikprojekte mit gefundenen Materialien und einfachster Elektronik bis zur Auflösung 1995. Seit 2000 veröffentlichte Jeff mit dem Duo „V“ elf Alben in zwei Jahren und konzentrierte sich auf das Soloprojekt „Violet“. Als Kurator des Zeromoon Labels präsentiert er Noise-Musik international und leitet seit 2001 das Sonic Circuits Festival für experimentelle Musik in Washington, DC, im Programm waren Faust, Merzbow, Fennesz, Magma, Jandek, Phill Niblock, Wolf Eyes, Evan Parker, Matmos, Fckn Bstrds, Andrea Parkins, Elliott Sharp, …
violet.zeromoon.com/
www.zeromoon.com/artists/violet/
soundcloud.com/zeromoon
dc-soniccircuits.org/

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