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Die Budapester Klang- und Lichtbewegung

10. Juni 2010
Do / 20 h
Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Köln
Eintritt: 6 EUR


„Lektrónia“

ZSOLT SÖRÉS
Live-Musik und Geräusche / live music and noise
ZSOLT KOROKNAI
installation live-visuals
MÁRTA LÁDJÁNSZKI
Tanzperformance / danceperformance

„I don’t feel any nostalgia” (u.a.)
ZSOLT GYENES
Video und Klangregie / video, sound

ANDREA SZIGETVÁRI
Computermusik / live electronic and computer

„CT“   Erstaufführung
ANDREA SZIGETVÁRI
Elektronik und Computer / live electronic
ZSOLT GYENES
video

Ein langer spannungsreicher Abend experimenteller Medienkunst, drei Sparten übergreifende Musikprojekte vernetzen in NRW Experimentelle Musik, Performance und Video. Vorgestellt werden:


Lektrónia
: Marta Ladjanszki performativ, untrennbar verbunden mit  Zsolt Sôrés und Zsolt Koroknai, die beide erwecken durch alchemistisches Laborieren Stoffe aus Musik, Film, Tanz und Bild zum Leben. Elektronik- und Informatikbasierte Technologien werden zur materiellen Erweiterung des Gedächtnisses.

Zsolt Sorés aus Budapest, ist experimenteller Musiker, Komponist, Autor und Konzeptkünstler. Seine Hauptinstrumente sind Bratsche, Elektronik sowie selbstgebaute, circuit bent und modifizierte Spielzeuginstrumente. Er kreiiert avantgardistische Geräuschmusik und arbeitet in den Randgebieten (marginalen Terrains) verschiedenster Kunstformen zusammen mit bildenden Künstlern, experimentellen Dichtern und Theatern, Filmemachern und Tänzern. Er war Mitbegründer verschiedener ungarischer Experimentalbands wie SoKaPaNaSz (1993-1994), Talesco. (1994-1997) und Spiritus Noister.

Zsolt Koroknai ist Maler und künstlerischer Grafiker. Seit den frühen 90er-Jahren arbeitet er an konzeptionellen und interaktiven Installationen. Hierin wie auch in seinen Aktionen zielt er auf die Schöpfung alchemistisch-spiritueller Transmutationen, zwischen für born-to-be-moving-Bildern und Audio Noise-Sequenzen.

Márta Ladjánszki, ausgebildet in klassischem Ballet, Jazz und Modern Dance, sowie in der  Gerätegymnastik in Ungarn und Wien. Sie gründete Ende 1996 das Kompmánia Dance Theatre. Sie arbeitete mit verschiedenen Choreographen/Tänzern. Darüber hinaus arbeitete sie mit Musikensemblen an improvisierten  Tanz-Konzerten,  die durch  den  Raum  oder  ein  Kunst werk in einem Museum inspiriert waren. Für ihren Tanz wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Prize of Viktor Fulop des Ministeriums des Nationalen Kulturerbes (2003), einem Stipendium des danceWeb in Wien 2003 und dem Jurypreis des Budapest Fringe Festival – MONOtone07.

ANDREA SZIGETVÁRI / ZSOLT GYENES
“I don’t feel any nostalgia”
das braucht wohl kaum mehr erklärende Worte, oder ?

Aber zurück den Blick nach vorn: es gilt noch die Bourges-preisgekrönte Medienkünstlerin Andrea Szigetvári mit ihrem Video-Installations-Konzert anzukündigen, einer Live-Laptop-Improvisation zu einem Live Video Screening.

Zum Abschluß des Abends eine Erstaufführung  „CT“ Medienkunst medizintechnisch  durchleuchtet. Zsolt Gyenes röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomographie. Auch Kernspind setzt er für seine audiovisuellen Experimentalvideos ein, mit oszillierenden Wechselbädern zwischen Stand- und Laufbild. Den visuellen Charme seiner CT- Aufnahmen jedenfalls baut Andrea Szigetvári auch in ihre Multimedia-Performance ein. Sie entwickelt die materialdurchleuchteten Bilder expressiv elektromusikalisch auf der Bühnen weiter.

Klar, dass man in den legendären Dampfbädern der ungarischen Hauptstadt nicht nur an Buda, Pest und Chips denkt, sondern vor allem natürlich nur an das Eine: Sok kicsi sokra megy. Was im übertragenen Sinne soviel bedeutet wie: Steter Tropfen weitet das Ohr.

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Veranstaltet von freies rheinland e.V. kuratiert von Georg Dietzler
Im Rahmen von scene: ungarn in nrw in Kooperation mit mex – intermediale und experimentelle Musikprojekte e.V., Dortmund und BLACK BOX im Cuba/Münster.